Heute: 12. Jul, 2024

Die AfD hat es doch ganz schön schwer. Ein Rechtsruck bei der Schwäbischen Zeitung?

von
vor 2 Wochen

Auch heute wieder berichtet die Schwäbische Zeitung in ihrem Mantel – also ihrem überregionalen Teil -wieder ausgesprochen freundlich und detailliert über die AfD. Anlass natürlich der Parteitag in Essen. Aufmerksamen Lesern wie M.E. (Name der Redaktion bekannt) war schon vor einigen Wochen der durchaus positive Ton im Bericht bzw. Interview der Schwäbischen Zeitung über und von AfD Chef Chrupalla aufgefallen. Beide Berichte stammen ursprünglich nicht von einem Redakteur in Ravensburg – dem Hauptsitz der Schwäbischen Zeitung, sondern von Philippe Debionne. Der wiederum arbeitet vor allem beim Nordkurier der aber inzwischen der Schwäbischen Zeitung gehört. Kein Wunder wenn nun hier sogenannte Synergieeffekte greifen, denn wenn Herr Debionne schon mal was Nettes im Nordkurier schreibt ist das natürlich auch gut genug für die Schwäbische Zeitung. Heute nun zum Beispiel erfährt der geneigte Leser Intimes von der AfD Spitze: Chrupalla genoß nach dem „anstrengenden“ Parteitag Sahne Pfeffer Pute mit Pfifferlingen. Er trinkt gerne Grauburgunder. (Ein Mensch wie du und ich – Anmerkung von Gaspard) – Debionne vermittelt in seinem Bericht (von VOR ORT) den Eindruck viele linksautonome Schlägertruppen hätten sich in Essen unters Demonstrantenvolk gemischt gegen den AfD Parteitag. Er – der Reporter der Schwäbischen (Nordkurier-) Zeitung – wurde selbst bedrohlich angesprochen. Zitat:

Auch der aus Baden-Württemberg stammende AfD-Politiker Markus Frohnmaier und zwei seiner Parteikollegen wurden so in einem Backshop umzingelt und festgesetzt. Polizisten vor Ort gelang es nur mit großem Krafteinsatz, die Demonstranten am Eindringen in den Backshop zu hindern. Auch die AfD-Politikerin Beatrix von Storch musste sich am Rande des Parteitages zunächst durch ein Gebüsch schleichen und dann unter Polizeischutz zu ihrem Wagen sprinten. 

Debionne selbst ist ein durchaus „handfester Journalist“ – zumindest gibt er sich so auf Twitter – jetzt X:

Nun ja, immer wieder schimmert dann doch ein recht persönliches Verhältnis zur AfD durch – aber daneben – auch im X Account sichtbar – hat der Redakteur auch in Sachen Corona und Brandenburgischem Landtag eine andere Lieblingsbaustelle. Lesenswert: Seiten des Nordkuriers über eine Beschwerde des Landtags über Philippe Debionne.

Nun ja, dass es nicht einfach ist sich mit der AfD vernünftig auseinanderzusetzen zeigte sich gestern Abend auch im Fernsehen gegen 0:30 Uhr: „Bericht vom AfD Parteitag“. Ein Reporter fragte Alice Weidel (AfD Parteivorstand/Sprecherin) wie sie zum Gerichtsverfahren gegen Bernd (Björn) Höcke stehe, – wegen seiner Aussage „Alles für Deutschland“ – einem Nazi-Zitat und einer SA Parole. Dazu meinte Frau Weidel das Verfahren und die ganze Debatte sei „Kinderkacke“. Das wiederholte sie mehrfach und dem Reporter fehlten ganz offensichtlich die Worte. Eine vernünftige Gegenreaktion blieb aus.

Zurück zum heutigen Artikel im Mantel der SchwäZ von Debionne:

Zugleich tobten vor der Halle Zehntausende Demonstranten, die den Parteitag mit ihren Protesten und Blockaden verhindern wollten.

Mittendrin der Reporter des Nordkuriers…. Foto privat .- veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung.

1 Comment

  1. Debionne ist nicht nur AfD Sympathisant, sondern auch vehementer Impfgegner. In nicht wenig seiner bisherig veröffentlichten Artikel geht es exklusiv darum, dieses Klientel zu verteidigen:
    https://www.schwaebische.de/politik/impf-arzt-ueber-weinenden-joshua-kimmich-erbaermlich-schwach-und-feige-2637940
    https://www.schwaebische.de/politik/corona-masken-aerztin-bianca-muss-in-haft-dreifach-vergewaltiger-bleibt-auf-freiem-fuss-2620643
    https://www.schwaebische.de/politik/corona-kritiker-wegen-feindesliste-vor-gericht-so-lautet-das-urteil-2606177
    https://www.schwaebische.de/politik/corona-politik-rki-protokolle-robert-koch-institut-nein-es-war-nicht-der-stand-der-wissenschaf-2570246

    Seinen Start hatte der gute Mann übrigens bei Axel Springer – mit derart „qualitativer“ und tendenziöser Berichterstattung scheint klar zu sein, dass es auch bei Schwäbisch Media noch weiter den Bach runter gehen kann.

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